Aus aktuellstem Anlass und auf Initiative unserer Frau Dr. Anatomin wird heute ein Video zu einem Thema veröffentlicht, welches das Prinzip der Reizleitung ausführlich schildert.

Die legendäre Comedy “Der menschliche Körper” von Otto Waalkes: 80er Jahre-Unterhaltung auf höchstem Niveau, ebenso unvergesslich wie Ottos Talent.

Genug der Worte, hier nun die Körperabläufe des in einer Kneipe sitzenden Herrn Soest.

(Irgendwas klingelt bei dem Namen…oder?)

Der Pot War ist beendet. Endlich.

Mitbewohnerin Nr. 1 hat eingesehen, dass ein Kompromiss unausweichlich war. Sie hat ihre Sauberkeitsansprüche zurückgezogen und den verdammten Topf abgewaschen.

Jetzt ist sie gerade am Staubsaugen, es ist zum Schreien. Heute kommt ein potentieller Nachmieter für Mitbewohnerin Nr. 2, die leider in Bälde ausziehen wird.  Wahrscheinlich möchte sie einen guten Eindruck machen.

Ich werde den Herren heute leider nicht kennenlernen, da ich verhindert sein werde, aber falls meine Mitbewohnerin auf die Idee kommen sollte, meine Zimmertür zu öffnen, wird der mögliche Nachfolger das sehen, was er bekommen könnte: Anatomische Lernkarten auf dem Boden, Kiwischalen und einen Wäscheberg dort, wo sich mal das Sofa befunden hat.

That´s my way of being honest.

Anstandshalber und weil er es schon längst verdient hat, widme ich den heutigen Beitrag dem größten Mimen meines Film-Universums:

Bela Lugosi

In seinen Lebensjahren von 1882 und 1956 vermachte er uns ein Erbe von über 100 Filmen, allesamt zwischen 1916 bis zu seinem Lebensende gedreht, unter ihnen einige Meisterwerke unter Regie des unsterblichen F.W.Murnau und Tod Browning.

Sein Werdegang führte ihn von 1916 an von Ungarn über das nachkriegliche Deutschland in die Vereinigten Staaten. 1931 erhielt er die Rolle, die ihn weltberühmt machen sollte: An der Seite von David Manners prägte er den Charakter des Grafen Dracula wie es kein Christopher Lee, Gary Oldman oder Klaus Kinski je wieder schaffen sollte.

Lugosi entwickelte sich neben Boris Karloff zu dem Horrordarsteller der 30er Jahre. Er brillierte in Klassikern des Genres wie “The Black Cat”, “White Zombie” oder “The Raven”. Die Folgezeiten waren geprägt von schwachen Filmangeboten, privaten Eskapaden und einem luxuriösen Lebensstil in Zeiten des finanziellen Abstiegs. Lugosi verfiel dem Alkohol und Morphium. Seine letzten Lebensjahre drehte er C-Movies mit Edward D. Wood jr.

Am 16.08.1956 starb er und eine Legende des Stumm- und Tonfilms verließ das Antlitz der Erde.

Ich möchte die Gunst der Stunde nutzen und die Initiative ergreifen, einen Musikclip zu zeigen (kunstvoll mit Szenen aus “Dracula” unterlegt), der die einzigartig romantische Melancholie und krude Schönheit dieser vielschichtigen Figur ausdrückt, die Bela Lugosi so meisterhaft darzustellen wusste.

Repitio in pacem, mein Held.

Heute zur Abwechslung mal was anspruchsvolles.

Der Gezeiten Lauf einer Nation wird durch allerlei Geschehnisse, Ereignisse, Wendungen, Mauerbauten und -fälle geprägt. Insbesondere aber lebt die Gegenwart (und auch die vergangene) durch das Phänomen, das wir heute als den “Clash of cultures” bezeichnen. Der Zusammenprall mehrerer, manchmal verschiedenster Kulturen sorgte schon immer für gewaltiges Konfliktpotential, jedoch auch wertvolle Bereicherungen der anderen Lebensweise - in technischer, weltanschaulicher oder künstlerischer Hinsicht. Unbezahlbar.

Eine besondere kulturelle Verknüpfung verbindet uns seit vielen Jahrhunderten mit der Türkei. Sie begann im schönen Jahr 1096, als der damalige Papst Urban II (er nannte sich selbstherrlich “Urban Reloaded”) den ersten Kreuzzug ausrief, während dem das Heer der Gläubigen Christen eine Vielzahl türkischer Seldschuken in Konstantinopel, Nicäa und Jerusalem abschlachtete. Die Verluste auf christlicher Seite waren ebenso erheblich.

Einige Jahrhunderte später, als es dem Deutschen Reich vorbestimmt war, für die Folgedekaden dauerhaft gute Schlagzeilen zu liefern, schlug sich das Osmanische Reich auf die Seite des Vierbunds mit Österreich-Ungarn, Bulgarien und dem Deutschen Reich. Anerkanntermaßen ging die Rechnung nicht auf und der Schuss nach hinten los. Kaiser Willem bekam Reparationszahlungen und einen Platz im Exil (sog. “Niederlande”), die Türken mussten weite Gebietsteile abtreten und hatten die Auflage, einen armenischen Staat im Osten des Landes zu errichten. Nur: für wen denn noch?

Die letzten Jahrzehnte waren geprägt von einer wechselpoligen Annäherung und Entfremdung der Kulturen. Freundschaften entstanden, die Städte wurden bunt und abwechslungsreich, neue Möglichkeiten und Probleme taten sich auf und Chancen und Krisen hielten und halten sich dauerhaft die Waage.

Nun steht das Verhältnis vor einer neuen Herausforderung: wie ich der Seite meines Vertrauens (www.quarkspeisenmann.de oder so) entnahm, wird morgen die deutsche gegen die türkische Nationalmannschaft antreten;

Das Aggressionspotential ist enorm. Ich sehe schon die kleinen Flaggen an den Autos brennen, wie Zündschnuren fressen sie sich abwärts.

Der Nervenkitzel erreicht seinen Höhepunkt: 3 zu 1 für irgendwen. Abpfiff. Schlägerei. Beschimpfungen. Heißer schwarzer Kaffee. Adrenalin pur. Angst. Döner. Und dazwischen: Ich werde so lachen!

“You say, you´re from New York…”

“No no no, I work in New York, I´m from Budapest!”

“Oh, Hungary!”

“No, thank you, I had a falafel before I got here.”

Nur eines von vielen genialen Filmzitaten eines leider viel zu früh verstorbenen Talents: vor mittlerweile über 14 Jahren starb der in Toronto geborene John Candy, damals mit gerade 44 Jahren an einem Herzinfarkt. Er begeisterte die Zuschauergemeinde der 80er Jahre mit Auftritten in Filmen wie “Spaceballs”, “Valkanvania”, “Ein Ticket für Zwei” und “Die schrillen Vier auf Achse” und spielte neben Größen wie Chevy Chase, Steve Martin, Demi Moore und Mel Brooks.

Er verkörperte meist den gutmütigen Dappes mit dem alternativen Auftreten und verlieh den Charakteren einen kruden Humor. Seine Filme sind seine Hinterlassenschaft, sein Witz das Erbe.

Repitio in pacem, einem großen Komödianten.

Ein kurzer (nicht mal annähernd seine schauspielerische Bandbreite wiedergebender) Clip aus “Wer ist Harry Crumb?” von 1989:

Hallo BesucherIn, heute erzähle ich Dir etwas über ein unterdurchschnittlich großes Land im Südwesten Europas: Portugal. Die Einwohner Portugals, die Portugiesen, bevölkern die weiten Landstriche zwischen Spanien und Mittelmeer und sind dennoch ein eigenständiges Land. Sie haben eine Regierung, deren Chef ein Mann namens Silva ist, und ein Volk, das es knapp über die Zehn Millionen-Grenze geschafft hat. Der Name des Landes lässt sich auseinanderklamüsern in “Portus Cale”, das soviel bedeutet wie “Der Hafen Cale‘s”, einer wichtigen Siedlung an der Küste am Douro zu einer Zeit, als Römer noch in Drachenbooten statt Gondeln fuhren.

Die Hauptstadt nennt sich Lissabon, was aus den Wortbestandteilen soviel bedeutet wie “gutes Klümpchen”. Die Einwohner - sie nennen sich selbst liebevoll Lissabodschianer - arbeiten hauptsächlich im Diensteistungssektor; die Stadt allein stellt über 40 % des Bruttoinlandsproduktes. Exportschlager sind neben fachlich geschultem Personal auch Schuhe, Körperbekleidung und Kork.

Portugal hat eine lange Reihe internationaler Größen hervorgebracht, z.B. den Poeten und Philosophen Fernando Pessoa (”Das Buch der Unruhe”) und wahrscheinlich noch den einen oder anderen mehr.

Eine wichtige, ja unumgängliche Information über dieses “Anhängsel Spaniens” (freie Übersetzung von “República Portuguesa”) wäre wohl noch, dass Miguel de Cervantes 1580 Portugal bereist hatte.

Er war seines Zeichens kein Portugiese. Aber wer kann das schon von sich behaupten?

Fledermäuse. (bald)

vorne: fast ein Portugiese. hinten: Fledermäuse. (bald)

Heute ein mittlerweile legendärer Ausschnitt aus der Harald Schmidt Show, sozusagen DER Late night show, mit der wir groß geworden sind und mit dem Mann, der uns die Messerschneide zwischen political knowledge und Incorrectness im Verhalten gezeigt hat.
Zu einer Zeit, als der Pocher noch brav den “Wachturm” am Kröpcke verkaufte und selbst der Schreibtisch des Herrn Andrack noch in einem Kölner Möbellager stand, schmiss Harald Schmidt seine Show und versammelte Zuschauer um sich, die nach bösen Zungen und schnellen Geistern suchten.

Also heute wieder ein neuer Eintrag in die Rubrik “Internet Phänomene”, Unterkategorie “Höhepunkte des TVs

Vor Jahren erdacht erreichte es sofort Kultstatus, heute handelt es sich längst um einen Klassiker.

Als Teil einer Budweiser - Werbekampagne von 1999 bis 2002 wurde besonders die Phrase “Whassup” schnell international bekannt und fand dutzendfach Anwendung, so u.a. in South Park, The Simpsons etc.

Eine mittlerweile gleichsam bekannte Parodie der Werbung stammt aus dem Film “Scary Movie” der Wayans-Brüder von 2000. Derbst.

Ohne das Jahr 1991 wären wir wahrscheinlich heute nicht da, wo wir sind. Spannungsgeladen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember wie es eben nur die 90er Jahre vermochten: Die Sowjet Union verabschiedet sich von ihren letzten Satellitenstaaten, in Wimbledon führten noch Namen wie Michael Stich, Steffi Graf und Boris Becker die Bestenlisten an, der Bundestag zieht von Bonn nach Berlin (vergisst aber, das Institut für Bundespost mitzunehmen) und ein junger aufstrebender Künstler öffnet sich einem biedermeierlichen, von Karl Dall und Hallervorden geprägten Publikum mit anarchischem Witz: Hape Kerkeling.

Hier nun ein Ausschnitt von 1991 anlässlich des Besuches von Beatrix Königin der Niederlande im Schloss Bellevue; noch lange vor seiner Zeit als (hinsichtlich der Originalität grenzwertiger) Horst Schlämmer.