Heute muss über den Dächern von Theresmouth ein starker Wind wehen… schaue ich aus dem Fenster bewegt sich die kilometerweite Wolkendecke mit (für Wolken) extremer Geschwindigkeit über mich hinweg. Ich tippe mal auf Südwestwind, wobei es bedrohlich ist, dass gerade die Wolken, die die Westflanke einnehmen, gruselig dunkelgrau sind.

Vorbeiziehende Wolken haben immer etwas tristes… ich erinner mich dabei immer an die Gedanken des Parfumeurs Guiseppe Baldini, der sein Haus auf der Pont au Change besaß, und Tag ein Tag aus darüber deprimiert war, dass unter seinen Fenstern die Seine gen Horizont floss; im übertragenen Sinne floss somit sein gesamtes Leben von ihm fort.

Ich weiß gar nicht mehr, ob er es zu Lebzeiten geschafft hatte, auf die andere Seite der Brücke zu ziehen um das Wasser auf sich zukommen zu sehen. Auf jedem Fall starb er. Die meisten tun das so.

Welch schöne Parallelle zwischen Theresmouth, Paris und der Onkologie.

nach Nicolas-Jean-Baptiste Raguenet, 1756

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