Apfelscheisse
Juni 11, 2008
So! Nach beendeter Facharbeit und überstandener Klausur habe ich es heute endlich auf die Reihe gebracht, meinen Gutschein über 50 Euro beim Apple-Verkäufer gravis einzulösen.
Ich habe den im April bekommen, als ich mir meinen neuen Rechner kaufte und auf Studentenrabatt pochte, und Ende dieser Woche lief seine Gültigkeit ab.
Gutscheine sind an sich eine gute Sache, denn sie haben ja Geldwert. Aber leider sind sie nunmal kein Geld. Ich war in zwei verschiedenen Wochen im Laden und fragte mit diskreter Stimme, ob ich den auch gegen Geld eintauschen könnte, obwohl es im Gutschein an sich strikt untersagt wurde.
Das ginge selbstverständlich nicht.
“Ja, und kann ich nicht heute etwas kaufen, zum Beispiel Zeitschriften und Rohlinge im Wert von 50 Euro, und eine Quittung bekommen und morgen schneie ich dann wieder rein und möchte mein Geld zurück?” – “Jetzt wo Sie es gesagt haben… Nein.”
Und somit durchschritt ich heute zum zweiten mal mit dem gravis-Mann den Laden und suchte nach Dingen, die ich vielleicht wollen könnte.
“Eine DVB-T – Karte?” – “Ich mag kein Fernsehen.”
“Ein Radio für Ihren iPod?” – “Ich höre kein Radio und habe keinen iPod.”
“Einen iPod?” – “Ich habe einen mp3 – player.”
“Einen Rucksack, für bis zu 17″?” – “Ich besitze keinen laptop….”
“Eine Tastatur?” – “Hatte ich beim iMac dabei” – “Dann eine kabellose vielleicht?” – “Nein.”
Der Verkäufer meinte, einen Kunden wie mich hätte er noch nie gehabt. Wir haben den Kauf wahrscheinlich beide als grausame Pflicht empfunden. Eine absurde Frucht, die unsere Konsumgesellschaft hervorbringt…
Ich hab nun einen gottverdammten iPod shuffle und ein Reinigungsset gekauft und habe noch 2 cent aus der Kasse zurückbekommen. Ersteres fand ich letztlich nur gut wegen des Clips am Gerät, mit dem man es am Gürtel festmachen kann. Der Rest blieb trivial.
Und was erblicke ich im gravis-Paket, das es zu dem iPod dazugab?
Gutscheine.
Die Schweine.
Bei Interesse biete ich hier den iPod shuffle preisadäquat an.