Wow… viereinhalb Tage so völlig ohne Strom ist schon ein eigenartiges Gefühl.
Donnerstag nachmittag ist bei uns am Sicherungskasten ein Mini-Gau geschehen, als nicht nur eine Sicherung spektakulär herausgesprungen, sondern die Keramikeinfassung auch noch hinterher gekommen war, glühend heiß und nach einigen Berührungen in Kleinstteile zerfallen.
Unser Vermieter ist ( mittlerweile oftmals) bewiesenermaßen ein Arschkeks und schiss mich Freitag nachmittag per Telefon an, wovon denn die WG diesmal wieder ihre anarchischen Grabschefinger nicht habe lassen können und bezichtigte uns, für das Dilemma verantwortlich zu sein. Erfreulicherweise wollte er am Samstag zumindest den E-Mann kommen lassen.
Natürlich verlief der volle Samstag stromlos. Niemand tauchte hier auf. Kein Elektriker, kein Strom, Edisons Geist lebte hier nicht mehr.
Sonntag abend war ich dermaßen verzweifelt, dass ich meine Spätschicht in der Klinik sogar um eine Stunde nach hinten verlängerte, sodass ich erst um 23 Uhr das Krankenhaus verließ…

Wir müssen immer dankbar sein für die gegebenen Dinge.
Ein laufender Kühlschrank soll uns in Entzücken versetzen.
Elektrisches Licht ist beim Duschen ein Traum, wenn man einmal bei Kerze duschen musste.
Vom Radiowecker geweckt zu werden ist symphonisch im Vergleich zum Handy.

Und überhaupt, ist man nicht viel zu undankbar?
Bestimmt morgen wieder.
null

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