Vor Jahren erdacht erreichte es sofort Kultstatus, heute handelt es sich längst um einen Klassiker.

Als Teil einer Budweiser - Werbekampagne von 1999 bis 2002 wurde besonders die Phrase “Whassup” schnell international bekannt und fand dutzendfach Anwendung, so u.a. in South Park, The Simpsons etc.

Eine mittlerweile gleichsam bekannte Parodie der Werbung stammt aus dem Film “Scary Movie” der Wayans-Brüder von 2000. Derbst.

Da ich meine ganze Einfallskraft für die Facharbeit aufgebraucht habe, kommen hier heute nur ein paar Stichworte. Wer kann, soll sie beieinanderfügen und meine Zerstreutheit erklären. (”kommt den Aufforderungen nicht nach”)

- Apfelschorle von REWE, Marke “ja”, 60% Fruchtgehalt (habs geprüft) = leer

- Brot noch aus der Heimat. Mittlerweile labbrig = muss weg

- heute Schule gehabt. Spätes Aufstehen ist gut. Ich bin für mehr Theorie in der Ausbildung.

- morgen wieder Praxis. Rechne mit dem Schlimmsten (das Schlimmste = Aufstehen zu unmenschlicher Zeit)

- wäre der Mensch zum frühen Aufstehen gemacht, könnten unsere Augen Infrarot sehen. QED

Theorie I

Mai 23, 2008

Zu was Atmosphäre alles in der Lage ist, merke ich mittlerweile - sprich seit Beginn meiner Ausbildung - am eigenen Leib.

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass ich annähernd immer in meinem Umfeld Musik laufen habe. Sei es auf dem Weg in die City, auf der Heimreise im Zug, auf dem Hin- und Rückweg zur Arbeit, sogar wenn ich mir nur einen Döner an der Kampstraße kaufe.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich nun aber entdeckt, dass mein Musikgeschmack - in Bezug auf Songs/Künstler, ja sogar auf ganze Genres - variiert, je nachdem, ob ich mich in einem Praxis- oder einem Theorieblock befinde.
Da ich dieses Phänomen unglaublich spannend finde, werde ich hier nach jedem beendeten Block eine Auflistung der meistgehörten Tracks/ der als einflussstärksten empfundenen Tracks abgeben. Mal sehen, was nach drei Jahren Ausbildung für ein Fazit zu ziehen sein wird, was für eine Entwicklung sichtbar wird.

Theorieblock 01.04.2008 - 12.05.2008

Korpiklaani - “Pellonpekko” aus dem Album “Spirit of the forest”
Transilvanian Beat Club - “Transilvaningen” aus dem Album “Willkommen im Club”
Schandmaul - “Das Seemannsgrab” aus dem Album “Narrenkönig”
Sonata Arctica - “Fullmoon” aus dem Album “Ecliptica”
Megaherz - “Heute schon gelebt” aus dem Album “Herzwerk II”

Edit 10.08.08:
Wie konnte ich das nur vergessen, wie peinlich:
Mike Oldfield - “The tempest” aus dem Album “Music of the spheres”; viel, lange und laut gehört

Ohne das Jahr 1991 wären wir wahrscheinlich heute nicht da, wo wir sind. Spannungsgeladen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember wie es eben nur die 90er Jahre vermochten: Die Sowjet Union verabschiedet sich von ihren letzten Satellitenstaaten, in Wimbledon führten noch Namen wie Michael Stich, Steffi Graf und Boris Becker die Bestenlisten an, der Bundestag zieht von Bonn nach Berlin (vergisst aber, das Institut für Bundespost mitzunehmen) und ein junger aufstrebender Künstler öffnet sich einem biedermeierlichen, von Karl Dall und Hallervorden geprägten Publikum mit anarchischem Witz: Hape Kerkeling.

Hier nun ein Ausschnitt von 1991 anlässlich des Besuches von Beatrix Königin der Niederlande im Schloss Bellevue; noch lange vor seiner Zeit als (hinsichtlich der Originalität grenzwertiger) Horst Schlämmer.

Nun muss ich mit einer Unwahrheit abrechnen: Frühes Aufstehen setzt keine Endorphine frei. Ich habe es Samstag, Sonntag und heute früh ausprobiert und abgesehen davon, dass sich mein Tagesempfinden verschoben hat (heute muss definitiv Mittwoch sein, erzähl mir nix), hat eine Weckeinstellung auf 4:35 keine berauschende Wirkung.
Meine Station ist voll bis unters Dach, selbst Privatpatienten müssen murrend einen Zimmergenossen aufnehmen. Überall Pinkelflaschen, Katheterbeutel und Invaliden mit einem Lagerungswinkel von max. 35°.
Hurra, wir sind schwerstbehindert.

Ich habe heute miterleben können, wie einem neuen Patienten (V.a. Apoplex) ein Katheter gelegt worden ist. Überraschend; ich dachte ich würde auf die Knie sinken und wimmern, aber es war verdammt interessant. Der Patient hat nicht eine Miene verzogen. Mal schauen, wie es beim Nächsten sein wird, dann vielleicht mal mit einem Patienten ohne Gesichtslähmung.

Schlaganfall-Patienten sind schon ein interessantes Grüppchen. Wiedererlangung bisheriger Fähigkeiten, Bewegungsstörungen, Sprachstörungen… manchmal, wenn alles ruhig ist, hört man aus der Akut-Station einzelne Wortfetzen… “N´gai, n´ha´ghaa, bugg-shoggog, y´hah; Yog-Sothoth, Yog Sothoth…”; aber dann wird alles wieder still.

Neues aus der Neuro

Mai 17, 2008

Ein kurzer Zwischenstand:

Arbeitstag 3
Betten neu bezogen: ca. 15
Patienten fallen gelassen: Ø
Geplatzte Urinbeutel/ tropfende Katheterschläuche/ volle Windeln auf meiner Kleidung: Ø
Patientenwaschungen (GKW, WB, Dsuche, etc.): 2/Ø/Ø
gewechselte Windeln (sog. Schutzhosen/ Inkontinenzhilfen/Pampers): 1
Fütterungen: 1/2
“Verbrauchte”: 1 (noch)
Bizarre Einblicke: 3

Fazit: Die Menge der Händesdesinfektionen nimmt proportional zu der aufgetragenen Arbeit stetig zu.

Da hat man nichts böses im Sinne und möchte bloß seine emails durchschauen und plötzlich muss man feststellen, dass das Portal einen neuen Weg gefunden hat, um einen intellektuell zu vergewaltigen (aka “nur mit Scheiße zu bombardieren”):

Ich meine, ich bin tolerant genug, um solchen TV - Shows die Existenz zu erlauben. Und okay, vielleicht gibt es irgendwo im hintersten Erzgebirge das echte wahre Superstar - Talent, das es zu den letzten neunzehn Staffeln DSDS einfach nicht geschafft hat.

Zähneknirschend ertrage ich es auch, dass enge Familienangehörige dieses Format anschauen und (mindestens in einem Fall) sogar da angerufen haben, um so einen Kretin mit ihrer Stimme zu unterstützen.

Ich bin auch nicht einer von denen, die Hassbriefe schreiben, nur weil mein Provider glaubt, dass mir solche News nicht am Arsche vorbei gingen.

Aber dann von einem “Rock-König” zu schreiben, das bringt doch das stärkste Rohr zum Platzen! Fühlen sich diese armen Kandidaten nicht selbst verarscht, wenn sie nominell mit Musikern verglichen werden, die einen Karrierepfad beschritten, der nicht von Jurymitgliedern, Telefonanrufen und Daniel Küblböck gepflastert war?

Nur mal so als Memo: Rolling stones, Beatles, AC/DC, Sex Pistols, Pink Floyd, Queen, Ramones, The Clash, Kurt Cobain und viele viele andere.

Aber so ist das… wenn Deutschland sucht, melden sich nur die Beschissensten.

Fakt ist:

“Bella Asia” in der Weißenburger Straße in Dortmund ist wirklich zu empfehlen. Für eine dick belegte Margherita mit starkem Rand 2,50 EUR zu rappen ist anständig.
Dumm nur, wenn der naive Kunde immer dann Pizzahunger bekommt, wenn im Haus nichts mehr zu finden ist - die pelzigen Orangen im Vorratsschrank noch von Weihnachten mal ausgenommen -, und sich dann gleich zwei kauft, obwohl er schon nach einer voll gesättigt ist.
Womit für das Mittagessen für morgen gesorgt ist.

Aber so ist das nunmal. Leben am Limit. Überall und jederzeit.

Neuro ist Hardcore.

Mai 13, 2008

Ein paar Statements zum heutigen ersten Tag auf Station:

# Das Radioprogramm aus meinem Wecker ist um 04:45 ziemlich mittelmäßig.
# Um 04:46 scheint keine Sonne.
# Kaffee schwarz ist das einzige, was den Morgen erträglich macht.

Ein paar Zitate des heutigen Tages:

# “Du bist der Neue?”
# “Weißt Du schon, wo das EEG ist?” - “Nein.”
# “Was meinen Sie, ist das nekrotisch oder nur Schorf?” - “Keine Ahnung, wären wir in der Chirurgie, schnippelten wir schon dran rum.”

Bilanz:
Betten neu bezogen: 6
Patienten fallen gelassen: Ø
Geplatzte Urinbeutel/ tropfende Katheterschläuche/ volle Windeln auf meiner Kleidung: Ø
Patientenwaschungen (GKW, WB, Dsuche, etc.): Ø
“Verbrauchte”: 1
Bizarre Einblicke: 1

Sagen wir, wie es ist: Neurologie ist Hardcore.

Montag, 12.05.

Ab Dienstag wird die kommenden Wochen lang immer um 4.45 aufgestanden. Scheiße!

Da müsst man sich aus Groll erstmal übergeben, aus reinster Opposition… aber schlechter Geschmack im Mund ist möglicherweise noch mieser.

21:45: Gute Nacht. Scheiße!