Goethe´s not dead.
April 27, 2008
Endlich wieder neues nutzloses Wissen, dass man in der Bahn seinem Sitznachbarn erzählen kann:
Das Goethe-Institut hat im Rahmen eines Wettbewerbs die “besten eingewanderten Worte” gekürt. Aus über 3.500 Einsendungen mitsamt schmuckvoller Formulierungen wurden die wertvollsten Bereicherungen der deutschen Sprache ermittelt. Stolz präsentiert sich:
Platz 1: “Tollpatsch”, dem ungarischen “Talpas” entlehnt, der Bezeichnung von Fußsoldaten im 17. Jahrhundert. “Breitfüßig, schwerfällig“ war die Bedeutung dieses Spitznamens (ung. Talp = Sohle, Fuß).“ (Zitat sueddeutsche.de).
Platz 2: “Currywurst”, eine Kernschmelze deutscher und tamillischer Worte (dürftig, meiner Meinung nach) und
Platz 3: “Engel” aus dem Griechischen. (Da wars dann wohl vorbei.)
Also los, gleich morgen früh ein Tagesticket ziehen und Sitznachbarn belästigen. Kommt immerhin vom Goethe-Institut!
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/873/171371/
Shadow over Theresmouth II
April 24, 2008
Peinlich, peinlich:
Gestern im Happy Happy Ding Dong (wer denkt sich solche Namen aus?) gewesen und ein Krankenpflegeschülertreffen mit der JVA JAV (Jugendlichen- und Auszubildendenvertretung) gehabt. Relativ strikt die Getränkekarte durchgezogen, begonnen bei “B”ier und irgendwo aufgehört bei “S”hooters… ich habe die alkoholische Playlist nicht mehr völlig auf dem Schirm, aber u.a. gab es mindestens zwei Hövels, zwei Kronen, Sambucca und (unglaublich synthetisch schmeckender) Batida de Coco, tschechischer Absinthe und Ouzo, daneben eine Cola 0,3.
Die Karaoke machte alles noch schlimmer, niemand weiß, wieviele Biere noch auf unseren Tisch kamen, als wir zu “Zombie”, “Wild thing” und “Losing my religion” grunzten.
Der absolute Tiefpunkt war erreicht, als Peter (der die Rechnung übernehmen wollte) - gut angefüllt und völlig verpeilt - ins Auto seiner Mutter stieg, die draußen wartete, während ich auf Toilette war. Die Rechnung blieb offen und fünf Minuten später stand auch ich auf der Straße und machte mich unwissend um die Umstände vom Acker.
Heute war ich da und beglich die Rechnung, gutes Trinkgeld obenauf, weil ich weder zusammengeschlagen noch in die Kühlkammer gesperrt worden bin.
Zechprellen ist vielleicht gut für die Leber, aber anständig ist es nicht.
Hurra, endlich wieder Krieg!
April 22, 2008
Hillary Clinton kündigte heute auf ABC ein ernsthaftes Vorgehen ( aka “Krieg”) gegen den frechen Iran an, falls sich dieser nicht gegenüber Israel benehmen sollte.
Sie wurde nach ihrer Reaktion gefragt, falls es zum Atomangriff kommen sollte und sie antwortete wortgetreu: “I want the Iranians to know that if I’m the president, we will attack Iran (if it attacks Israel)”, besser noch, sie sprach von “völliger Auslöschung” (”totally obliterate”).
Die wahre Absicht ist natürlich viel zu offensichtlich: Tatsächlich haben die US-Amerikaner vor, zwischen Irak und Iran das legendäre Zweistromland (Eden inklusive) zu entdecken und gehen die Sache über zwei Fronten an. Geschickt!
Quelle:
New York Times, April 22,2008
www.nytimes.com
Wochenende: Bier und Mümmelmann
April 20, 2008
Ein kurzer Auszug:
! Brinkhoffs schmeckt mit der Zeit immer besser.
! Der Pizza - Italiener in der Saarlandstraße zog nach dem 1:0 für Bayern sein gelbes Trikot aus.
! Mümmelmann lässt dich koffern wie nie zuvor.
! Die drei Hartz4´er diskutierten Samstag abend in Trainingshosen, weißen Socken und Badelatschen die Bierfrage. Lief auf Brinkhoffs hinaus.
! Ich weiß nicht, wer die Zahnbürste weggelegt hat.
Shadow over Theresmouth I
April 16, 2008
Tag 47 in Dortmund.
Einkaufen gewesen.
Mir entgegen kommt eine Hundebesitzerin, deren Dackel gegen eine Häuserecke pinkelt. Ich gehe an ihnen vorbei und bereite mich auf den Gestank der Duftmarke vor.
Überraschenderweise roch ich nur die Frau.
Dazu musikalisch:
Walpurgisnacht von Schandmaul.
“Ich überlege gerade, wer der Dritte sein könnte.”
April 13, 2008
“Mit seiner Pfeife, seiner genial-bescheidenen Art und seiner wilden Mähne war Einstein einfach eine zu auffällige Gestalt, als dass er auf Dauer hätte im Dunkeln bleiben können, und 1919, als der Krieg vorüber war, wurde er von der Welt entdeckt. Fast über Nacht stand seine Theorie auf einmal in dem Ruf, ein normaler Mensch könne sie unmöglich begreifen. Wie David Bodanis in seinem ausgezeichneten Buch Bis Einstein kam deutlich machte, half es auch nicht, als die New York Times sich zu einem Bericht entschloss und aus Gründen, die immer wieder Staunen erregen, ausgerechnet ihren Golfreporter, einen gewissen Henry Crouch, mit dem Interview beauftragte.
Crouch war hoffnungsvoll überfordert und gab fast alles falsch wieder. Einer der folgenschwersten Fehler in seinem Bericht war die Behauptung, Einstein habe einen Verleger gefunden, der das Wagnis auf sich nahm und ein Buch veröffentlichen wolle, “das nur zwölf Menschen auf der ganzen Welt verstehen”. (…)
Als ein Journalist den britischen Astronomen Sir Arthur Eddington fragte, ob es richtig sei, dass dieser zu den drei Menschen in der Welt gehöre, die Einsteins Relativitätstheorie verstehen könnten, dachte Eddington einen Augenblick lang nach und erwiderte dann: “Ich überlege gerade, wer der Dritte sein könnte.”
- aus: BRYSON, B.: Eine kurze Geschichte von fast allem, 1. Auflage 2003, Goldmann, S. 162
Ich habe heute den freien Tag genutzt und mir eine Teeniekomödie von 2001 angeschaut: “American Pie 2″. Seit gut vier Jahren hatte ich diesen Streifen nicht mehr gesehen und war über meine Reaktion überrascht: Wie kann ein Film, der noch vor einigen Jahren meine Einstellung gegenüber der Zeit und dem “Carpe diem” dermaßen prägte, heute nur noch trivial lustig sein? Allein das Zitat zu den Semesterferien: “Vor uns liegen zwölf Wochen Unsterblichkeit!” - kein Quäntchen Endorphin, das überspringt, keine So isses-Mentalität.
Fängt man ab dem 20. Lebensjahr an, sich mit den Lebensversagern aus “Shaun of the Dead” und “Verrückt nach Mary” zu identifizieren und die Träume und Hoffnungen auf eine große Gegenwart a´la “American Pie” und “Road movie” an den Nagel zu hängen?
Lasst uns das Thema mit Peter bei einem Bier besprechen. Oder einem Whiskey Sour.

Azubi ahoi.
April 2, 2008
Gestern hat nun meine Ausbildung begonnen, hier im Klinikum Dortmund. Was für ein großes Gefühl! Für die Statistik:
begonnene Kurse “Gesundheits- und Krankenpflege” zu 04/2008: 1
Teilnehmer insgesamt: 23
- davon weiblich: 17
- davon unter 20: 2
- davon über 30: 3
Erstmal bis Mitte Mai Theorie (”Wie waschen Sie dem Mann die Stirn?”), dann der erste Praxisblock (”Waschen Sie!”). Und damit verbunden: noch früher aufstehen. Mist.